Tag: Scribbles

Vergangene Woche habe ich mich der vergnüglichen Aufgabe hingeben dürfen, ein paar schnelle Skizzen für einen Buchtrailer bzw. Teaser anzufertigen. Nicht irgendein Buchtrailer sondern den für meinen eigenen Roman. Ich finde es noch immer ziemlich aufregend, dass mein Buch veröffentlicht wird und ich noch dazu auch bei der optischen Gestaltung mitwirken darf. Für den Teaser jedenfalls wurde ich gebeten ein paar passende Skizzen abzuliefern. Eine der wichtigsten Szenen, gleich zu Beginn des Romans, ist Junos Sturz in ein magisches Portal, das sich als harmlos wirkende Pfütze tarnt. Wie die kotzende Katze in das Bild passt lasse ich euch selbst ergründen, aber dass ich so etwas mal zeichnen würde habe ich mir auch nie träumen lassen …
BRÏN: Skizzen für einen Buchtrailer

Work in Progress: Kokeshi Hanami Design
(english below)
Ich brüte derzeit mal wieder über diversen Grafik-Aufträgen: Anzeigengestaltung, Wanderführer Vektorkarten, Logodesign. Damit es hier nicht ganz langweilig wird gibt es heute kurz und knapp nochmal einen Zwischenschritt vom derzeit entstehenden Kokeshi Hanami Design.


Right now I am working on different graphicdesign projects: magazine advert, vector based mapping, logodesign. So while I am beeing busy with that here is another work in progress from my upcoming Kokeshi Hanami Design to keep you all entertained. 😉

Making of: Kokeshi Puppen an Hanami
(english below)

Das nächste Projekt auf meiner Schneidematte ist ein japanisch inspiriertes Motiv. In Bonn haben wir in der Altstadt einen Straßenteil, der jedes Jahr für ein paar Wochen zu einer wahren Blütenpracht wird, denn die Wege sind mit Kirschbäumen gesäumt. Natürlich ist die Blütezeit inzwischen längst um, aber wozu ist man Künstlerin, wenn nicht dazu, sich die Schönheit von etwas über die Zeit hinaus zu bewahren? Darum habe ich mir meinen Bleistift geschnappt und ein bisschen Kirschblütenzauber auf dem Papier eingefangen. Zwar ist das alles nicht mit dem echten japanischen Hanami Fest zu vergleichen, aber man tut was man kann.
In nächster Zeit wird es also einen Kokeshi Hanami Papercut geben, mit besagten japanischen Holzpüppchen, umgeben von Lampions und vielen, vielen Kirschblüten.


Right now on my workbench is a project inspired by the japanese Hanami festival and those pretty cherry blossom trees in the old part of my hometown Bonn. While the trees already lost their flowers and turned properly green I decided to use my skills as an artist to keep the cherry blossoms for a while longer. So up next you will see my Kokeshi-Dolls couple surrounded by lots and lots of cherry blossoms. Stay tuned!

Making of: Herbstigel
(english below)
Für die meisten Grafiker sind die Jahreszeiten irgendwie immer etwas versetzt. Der durchschnittliche Bürger erfreut sich gerade der launischen Sonnenstrahlen des Sommers, währenddessen arbeitet eine meiner Kolleginnen aber schon am Weihnachtsmailing für ihre Kunden. Auch ich mache mir schon Gedanken über Rentiere und Schneeflocken und befinde mich mit meinem aktuellen Projekt bereits im Herbst.
Ich zeige hier im Blog selten die Zwischenschritte einer entstehenden Arbeit. Dafür nutze ich meist doch lieber Instagram, da die Wege mal schnell einen Schnappschuss zu zeigen, doch ein wenig kürzer sind. Heute mache ich mal eine Ausnahme und erzähle etwas über die Entstehung eines neuen Scherenschnitts.

Der schmutzige Anfang
Es startet ganz klassisch mit dem Skizzieren von Mustern. Bleistift auf Schmierpapier. Nicht immer ist die erste Idee auch die Beste, also wird radiert, gestrichen neu angefangen, ausgebessert, umgestellt und dann, irgendwann, hat man plötzlich die Form gefunden, aus der alles andere wächst.
Steht die Skizze, hat man in der Regel erst einmal ein unsauberes Etwas vor sich, mit etlichen Fehlstrichen, hart aufgedrückten Konturen die die finalen Linien hervorheben sollen, Radierspuren und Bleistiftflecken vom vielen Hand-übers-Papier-rutschen. Höchste Zeit also ein sauberes Blatt Papier und das Lightboard auszupacken.

Die Reinzeichnung
Man kann an dieser Stelle natürlich auch gleich den digitalen Weg einschlagen und die Vorskizze in einem Vektorprogramm nachzeichnen. Da ich aber mehr der altbackene und klassische Typ bin, wird mit der Hand nachgezeichnet. Am liebsten verwende ich dafür meine innig geliebten Copic Multiliner in verschiedenen Strichstärken. Das Lightboard macht die schmutzige Vorzeichnung unter dem Reinpapier sichtbar, so dass es nur noch einer ruhigen Hand bedarf um die finalen Linien nachzuziehen. Et voilà, schon hat man das neue Motivdesign in eine saubere Vorlage verwandelt. Das Ergebnis wird dann gescannt, bei Bedarf ein wenig ausgeputzt und dann für den letzten Schritt, den Schneideprozess, auf das finale Papier gedruckt.

Das scharfe Finale
Neben der Findung des eigentlichen Motivs, ist dieser Schritt meine absolute Lieblingsbeschäftigung auf dem Weg zu einem neuen Scherenschnitt. Denn nun geht es ans Skalpell-Schwingen! Kurven, gerade Kanten, perforierte Löcher. Mit Skalpell (und manchmal auch einer Nadel), wird das Motiv langsam von den Überständen befreit. Fitzelchen für Fitzelchen wird herausgeschnitten.
Illustrationen oder Malereien entstehen in der Regel durch das Hinzufügen von Farben und Formen. Bei Scherenschnitten ist das genau anders herum. Hier wird das Motiv dadurch sichtbar, dass wir kleine und große Flächen entfernen, Stege stehen lassen und Wege finden müssen ein Motiv darzustellen, ohne dabei lose Elemente zu haben, die herausfallen würden.

Das war’s. Wie der Herbstigel letztlich aussehen wird zeige ich euch dann nächste Woche. 😉


When you are part of the media branch seasons get mixed up easily. While most people will be sitting in the sun and enjoy some hot summer days, one of my colleagues is already designing christmas mailings for her clients. I am also already thinking about reindeers and snowflakes and right now I am in the middle of a new autumn-themed papercut. Most often I don’t show my working process in the blog. I am using Instagram for that. But I thought I’ll make a little exception this time and tell you a bit more about how my papercuts come to life.

Dirty Drafting
Everything starts with scribbles. Lots and lots of trial and error, erasing and lines over lines over lines. The first idea isn’t always the best so one has to be patient on her way to find the right forms. It takes times to get to the final form.
When I’ve finally found the final motiv it does look rather dirty and most people wouldn’t be able to seperate those final lines from all the wrong ones and rubber lines. So it’s high time to get out my lightboard and turn that mess into something more accurate.

Cleaning up
Depending on what technique one likes most you can do this step by turning your scribble into a digital vector illustration. Since I am more of an oldschool and classy lady I like to use my hands and those trustworthy Copic Multiliners in different stroke weights. The lightboard helps to make your dirty scribble visible under your new clean papersheet. Everything you need from this point on is a steady hand and a bit of patience. Et voilà, here comes your final template. All cleaned up and already a beautiful piece of art. The last thing to do now is to scan it and print the motive on your final artworks paper.

The sharp Ending
Next to finding the basic motiv this last step is my favourite. Because now it’s finally time to get out my knife! Curls, curves, points and lines.Normally illustrations and paintings come to life by adding something. Strokes and paint. It’s the other way around with a papercut. Removing all those overlaps slowly brings out your illustrated papercut. Cut and throw, cut and throw. It takes even more time and needs an even more steady hand but I really love this process. It pleases me and spends calmness and I am always surprised at the end since the final piece almost always does look better than I dared to imagine.

Now, that’s it for today. Next week I’ll show you the finished hedgehog! 🙂

Was Illustratoren tun: Ein Vorher - Nachher Einblick
Aktuell arbeite ich unter anderem an der Gestaltung eines neuen Logos für meine liebe Freundin und Kollegin Juliana. Juliana ist nicht nur eine begnadete Fotografin und ein lustiger Mensch, sie hat auch einen späten Picasso in sich. Neulich erzählte sie mir also von ihrer Idee für ein neues Logo das besser zu ihrem Image passen soll: Eine viktorianische Dame die ein Smartphone hält um ein Foto zu schießen. Damit ich verstehe was sie sich vorstellt, hat sie mir gleich mal eine Ideenskizze mitgeschickt. Mit ihrer Genehmigung, und hauptsächlich zu Unterhaltungszwecken, seht ihr hier einmal was ich als Illustratorin aus den Ideen der Kunden eigentlich so mache. Links ist Julianas Skizze, rechts meine Interpretation davon. Das Ganze ist noch ein Work in Progress und beides nur eine Skizze, aber eben so fangen Logodesigns manchmal an.


Here is what happens when a client sends me an idea. Juliana from Chrononauts Photography made that scribble on the left to show me what her upcoming new logo design should show. The idea: a victorian Lady holding a smartphone while taking a picture. On the right you can see what I’ve made of it so far. It’s still a work in progress though but this is the magic happenig when you entrust an illustrator to bring your idea into life.

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